Dashboard-Handbuch

So liest du das Trading Lab

Das Dashboard zeigt, was die Paper-Trading-Strategie beobachtet, wie sie entscheidet und wie sich das simulierte Portfolio entwickelt. Es löst keine echten Käufe oder Verkäufe aus.

Startkapital 5.000 EUR40 aktive WerteNur Long-PositionenKein Echtgeld

Der normale Kontrollgang

In einer Minute zum aktuellen Stand

  1. Prüfe die Session. Datenbank, Alpha-Trader und Market Watch sollten aktuell sein. Bei "Prüfung nötig" stimmt mindestens ein Datenfluss nicht.
  2. Lies Gesamtwert und G/V. Damit siehst du sofort, wie das Paper-Portfolio seit dem Start steht.
  3. Öffne Entscheidungen. Dort steht, warum die Strategie gekauft, verkauft, gehalten oder einen Lauf übersprungen hat.
  4. Prüfe Risiko und Alarme. Ein Risikoereignis betrifft die Handelslogik. Ein Marktalarm meldet nur eine starke Kursbewegung.
  5. Sieh dir Orders an. Gebühren und simulierte Steuer stehen direkt neben jedem Kauf oder Verkauf.

Hinter den Zahlen

So arbeitet die Strategie

  1. Der Alpha-Service fragt Kursdaten und Scores alle 5 Minuten ab. So bleibt das Dashboard frisch, ohne bei jedem Abruf zu handeln.
  2. Ein echter Rebalance ist höchstens stündlich möglich und nur, wenn seit dem letzten Rebalance eine neue Kerze eingegangen ist.
  3. Ein Score ab 20 macht einen Wert zum Kaufkandidaten. Der Score ist eine Rangzahl, keine Kursprognose und keine Gewinnwahrscheinlichkeit.
  4. Die stärksten frischen Kandidaten erhalten Zielgewichte. Positionsgrenzen und höchstens fünf gleichzeitige Positionen begrenzen die Verteilung.
  5. Die Strategie vergleicht den Zielbestand mit dem aktuellen Portfolio. Kleine Abweichungen, zu junge Positionen und zu kleine Orders lässt sie bewusst liegen, damit nicht jeder Lauf neue Gebühren erzeugt.
  6. Verkäufe kommen vor Käufen. So kann eine deutlich stärkere Position Kapital aus einem schwächeren Bestand übernehmen.
  7. Index-, Future- und nicht sauber modellierte Auslandswerte bleiben sichtbar, sind aber nur Watch-Werte und bekommen keine neue Allokation.
  8. Alle ausgeführten Orders bleiben Simulationen. Das Dashboard ist lesend und hat keine Verbindung zu einem Echtgeldkonto.
Cash ist kein Fehler. Geld bleibt unverwendet, wenn Signale zu schwach sind, Kursdaten fehlen, Positionsgrenzen greifen oder keine sinnvolle Ordergröße übrig ist. Bei starken Signalen darf das Portfolio vollständig investiert sein.

Übersicht

Was die Kennzahlen bedeuten

Gesamtwert
Barbestand plus aktueller Marktwert aller offenen Positionen.
G/V seit Start
Differenz zum Startkapital. Simulierte Gebühren und Steuerzahlungen wirken bereits auf den Wert.
Allokation
Anteil des Gesamtwerts, der gerade in offenen Positionen steckt.
Barbestand
Freies Paper-Geld für spätere Käufe und Gebühren.
Investiert
Summe der aktuellen Marktwerte aller offenen Positionen.
Max. Drawdown
Größter prozentualer Rückgang des Portfolios von einem früheren Höchststand.
Umschlag
Gesamtes bisheriges Ordervolumen im Verhältnis zum aktuellen Gesamtwert. Der Wert kann über 100 Prozent steigen.
Strategielauf
Nummer des letzten gespeicherten Laufs. Ein Lauf kann ohne Order enden.

Kurs und Verlauf

Die zwei Diagramme

Marktchart

Wähle oben rechts einen Wert. Der Chart zeigt die letzten 120 Kurskerzen mit Eröffnung, Hoch, Tief, Schluss und Volumen. "Kerzenänderung" vergleicht nur die beiden letzten Schlusskurse. Sie ist keine Tagesperformance.

Portfolio-Verlauf

Vergleiche Gesamtwert, investiertes Kapital, Cash und G/V über die ganze gespeicherte Historie. Ein Klick auf einen Eintrag in der Legende blendet andere Linien aus. Weitere Klicks kombinieren sie wieder.

Nachvollziehen statt raten

Die Tabs unter Trading-Aktivität

Positionen
Aktueller Bestand mit Menge, durchschnittlichem Kaufpreis, letztem Kurs, Marktwert und unrealisiertem G/V.
Entscheidungen
Begründungen des letzten Laufs. "hold" bedeutet halten, "skip" bedeutet bewusst übersprungen. "buy", "sell" und "risk" erklären die übrigen Aktionen.
Scores
Aktuelle Rangfolge aller Werte, für die der letzte Alpha-Poll genug Kursdaten hatte. Ab 20 gilt ein Signal als stark, zwischen 0 und 20 als positiv und unter 0 als negativ. Ein starker Score führt nicht automatisch zu einem Kauf, weil Rebalance-Fenster, Risiko, Datenalter, Positionsgrenzen und stärkere Kandidaten ebenfalls zählen.
Orders
Alle simulierten Käufe und Verkäufe. "Wert" ist das gehandelte Bruttovolumen. Gebühr und Steuer werden getrennt ausgewiesen.
Risiko
Ereignisse, die eine Position oder einen Strategielauf beeinflussen. Dazu gehören veraltete Daten, Verlustgrenzen, Trailing-Stops und schnelle negative Bewegungen.
Alarme
Bewegungen von mindestens 5 Prozent innerhalb von 60 Minuten. Ein Alarm fordert Aufmerksamkeit, ist für sich allein aber kein Handelssignal.

Suche und Filter gelten jeweils nur für den geöffneten Tab. Lange Tabellen zeigen 20 Zeilen pro Seite.

Zeitstempel richtig lesen

Status und Datenstand

Details zum letzten Lauf

Handelsuniversum und Systemberichte

Das Handelsuniversum listet alle Werte, die aktuell beobachtet und bewertet werden. Es gruppiert sie nach Sparte, zeigt handelbare Werte getrennt von Watch-only-Instrumenten und lässt sich nach Symbol, Name oder Bereich durchsuchen. Watch-only heißt: sichtbar für Kurse und Kontext, aber keine neue Paper-Allokation. Offene Positionen stehen weiterhin im Positionen-Tab.

Die Systemberichte liefern mehr Kontext, wenn eine Tabellenzeile nicht reicht. "Strategielauf" enthält den letzten Alpha-Lauf. "Peter-Digest" ist die kurze Aufsichts-Zusammenfassung, die Peter aus neuen Reports baut. "Market Watch" zeigt den letzten Überwachungslauf für starke Kursbewegungen.

Grenzen des Labors

Was die Ergebnisse nicht aussagen

Das Trading Lab ist ein Lernprojekt mit Paper-Geld und keine Anlageberatung. Es handelt nur auf Basis seiner festen Regeln. Kursdaten können verzögert, lückenhaft oder bei geschlossenen Märkten alt sein. Gebühren und österreichische KESt auf simulierte realisierte Gewinne werden modelliert, ersetzen aber keine vollständige steuerliche Abrechnung.

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